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Genüssliche BioFach 2012

Blick hinter die Bio-Glitzerwelt

BioFach 2012
Bio boomt! Die Schlagzeilen gleichen sich Jahr für Jahr. Und die nackten Zahlen sprechen für sich: In den letzten rund zehn Jahren hat sich der weltweite Umsatz mit Bio-Produkten quasi verdreifacht. Rund 60 Milliarden US-Dollar werden veranschlagt, wobei knapp 6 Milliarden allein auf Deutschland fallen. Zweistellige Wachstumsraten sind hierbei keine Seltenheit und auch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat nur kurzzeitig einen Einbruch herbeigeführt. Kein Wunder also, dass wir auf der diesjährigen BioFach wieder in viele strahlende Gesichter blicken konnten.
Erfolgsmodell BioFach
Seit 1999 weilt die weltweit größte Messe für Öko-Produkte in Nürnberg, ist Meinungsbild der Branche, wichtiger Handelsplatz und punktet jährlich als innovativer Event. Die Gründe des nachhaltigen Erfolgs liegen auf der Hand und traten auch 2012 wieder deutlich hervor: Gerade Genussmenschen fühlen sich von der konventionellen Land- und Ernährungswirtschaft abgeschreckt und wenden sich Produkten und Prozessen zu, denen sie Glauben schenken können. Die aktuellen Hygieneskandale zeigen es: Lebensmittelerzeugnisse müssen nicht nur qualitativ überzeugen, sondern es kommt zudem auf eine für den Verbraucher nachvollziehbare Produktion an. Überlegungen, von denen die Bio-Welt traditionell profitiert und die zukünftig weiter angepackt und vertieft werden sollen.
Andre Leu, Präsendent der IFOAM, lobte das Zusammenkommen von Verbraucher und Produzenten auf der BioFach.
Andre Leu, Präsendent der IFOAM, lobte das Zusammenkommen von Verbraucher und Produzenten auf der BioFach. Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, wagte einen Blick hinter die Glitzerwelt der Spezialitätenschau. Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, erkennt die Bio-Welt als Verbraucher sensible Branche. Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, fordert eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln. Asit Tripathy, Staatssekretär im Ministerium für Handel und Industrie, stellte das Land des Jahres vor, den Subkontinent Indien.
 
Die zweite Dimension
Bio steht für Qualität, gesunde Produkte und eine nachhaltige Erzeugung von diesen. Um das Vertrauen in die Branche weiter zu stärken, soll zukünftig die Kommunikation zwischen Produzent und Verbraucher verbessert werden. Die Menschen sollen, so die Forderung von Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, hinter die „Glitzerwelt der kulinarischen Spezialitätenschau“ blicken können. Die ökologische Landwirtschaft muss "transparent" sein, will sie weiterhin erfolgreich sein.
Premium-Anspruch und Innovationen 2012
Auch 2012 begegneten sich auf der BioFach Premium-Ansprüche und ökologische Interessen. Bio-Produkte sind mehr als nur Produkte. Sie sind ein Stück Lebensfreude und stehen für einen unbeschwerten Konsum. Genussaffine Menschen sind daher wieder voll auf ihre Kosten gekommen, denn die knapp 2.400 Aussteller boten so einiges an hochwertigen Spezialitäten, abseits der Massen- und Discounterware. Olivenöl-Prämierung, die Verleihung des internationalen Bio-Weinpreises MUNDUS VINI oder zahlreiche neue Premium-Produkte, wie Kokosblütenzucker oder Bio-Miesmuscheln. Das Messezentrum verwandelte sich vorübergehend zum großen Bio-Supermarkt und zum Ort, an dem Lebensmittelskandale nur am Rande eine Rolle spielten.
BioFach 2012
Bio-Produkte bedeuten Qualität und ein Stück Lebensfreude. Überlegungen, von denen die Bio-Welt traditionell profitiert.
Offizielle Homepage BioFach
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