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Ein Mailänder in Selb

Wenn italienisches Flair auf deutsche Tradition trifft

Rosenthal
Der deutsch-italienische Verein Il Salotto und die Firma Küchen Loesch am Lorenzer Platz in Nürnberg luden zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein. Gianluca Colonna hatte sich vom Hauptsitz des Unternehmens in Selb auf den Weg gemacht, um die Weiterführung Rosenthals durch Sambonet zu erläutern. Er sprach jedoch nicht nur über die Motivation der Übernahme, den aktuellen Stand oder die Zukunft, sondern zudem über Kulturschocks, ein bißchen Mailandflair in Selb und über die kleinen Probleme des alltäglichen Umgangs.   
Der Platz an der Sonne
Nach monatelangen Verhandlungen übernahm der italienische Küchenwarenproduzent Sambonet im Jahr 2009 den insolventen deutschen Porzellanhersteller Rosenthal. Das von den Brüdern Coppo geführte Familienunternehmen aus Paderno hatte bereits Erfahrung mit schwierigen Sanierungsfällen und erkannte das Potential der angeschlagenen Traditionsfirma. Mit der Übernahme definierte man ein ambitioniertes Ziel: Man will Weltmarktführer im Bereich von Tischausstattungen, sowohl im privaten Bereich, als auch in der Gastronomie werden. Dafür musste jedoch nicht nur Geld, sondern auch Manpower investiert werden. Sambonet besetzte also Geschäftsführer- und Verkaufsleiterposten mit eigenen Leuten und so landete der Italiener Colonna im beschaulichen Selb.  
Gianluca Colonna
Gianluca Colonna, Vorstandsvorsitzender der Firma Rosenthal, erläuterte kurz die Übernahme durch Sambonet.
Innovation trifft auf Tradition
Anhand des Slogans „Eine glänzende Verbindung“ lässt sich die Grundidee der italienisch-deutschen Zusammenarbeit nachvollziehen. Die italienische Kreativität und Innovation soll sich mit der deutschen Tradition und Technologie verbinden und erfolgreiche Produktkombinationen von Besteck und Geschirr hervorbringen. Die neue Serie MALIA ist ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit und verbindet Teller aus Stahl mit Porzellanelementen.
Rosige Zukunftsaussichten
Gianluca Colonna betonte, dass das von Sambonet übernommene Rosenthalpersonal mit der neuen Geschäftsführung zufrieden sei. Zwar prallen natürlich Mentalität und Kultur aufeinander, der eingeschlagene Weg ist aber richtig und wird fortgesetzt. Ähnlich verhält es sich bei der Überlegung, welche traditionellen Linien gewinnbringend fortgeführt und wie das Programm durch den kreativen Einfluss Sambonets bereichert werden kann. Gegenwärtig werden erfolgreiche Linien behalten und damit die Exklusivität gewahrt. Allerdings werden zudem neue Märkte angepeilt, das Angebot verbreitet und der Export weiter vorangetrieben. Rosenthaltpuristen werden es vielleicht nicht gerne hören, aber man ist auch in das Massengeschäft eingestiegen.
Wiederbelebung des Riesen
Sambonet Paderno etablierte ein „frisches“ Marketing und eröffnete innovative Designershops in Kuwait oder Mailand. Waren vorher nur die Produkte Rosenthals exklusiv, man denke nur an die Zusammenarbeit mit dem Exzentriker Salvador Dali, so sind es nun zudem die Verkaufsstätten. Auch der Hauptsitz in Selb wurde umgestaltet und glänzt mittlerweile durch einen neuen Showroom. Angekoppelt an einen „Factory Outlet“ kann hier die Breite des außergewöhnlichen Sortiments betrachtet werden. Es scheint fast so, als hätte sich Colonna mit diesem Raum ein Stück Mailand ins Fichtelgebirge geholt.  
Rosenthal
Sambonet etablierte ein frisches Marketing und startete innovative Kampagnen.
Offizielle Homepage Rosenthal
Homepage Il Salotto
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