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Fahrbericht Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D

Ungezähmte Wildnis trifft robusten Charakter

Mitsubishi Pajero
Echte Männer gibt es nur noch wenige. Die richtig harten, rauen Burschen wurden fast alle zivilisiert. Weichgekocht und rundgebürstet führen sie seitdem ein angepasstes Leben. Ähnliches passiert in der Autowelt. Auch auf unseren Straßen ist der Trend zum metrosexuellen Alleskönner unverkennbar. Ab und zu trifft man jedoch auch hier noch einen echten Kerl: Einen mit vielen Ecken und Kanten, mit markantem Äußeren und Unverständnis für Kompromisse. Wie den Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D.
Mitsubishi Pajero Heck
Kantig, breit und stark: Der Mitsubishi Pajero ist ein echter Geländewagen.
Die Abenteuer warten an jeder Ampel
Der Blick des Fahrers geht in die Ferne. Vor ihm liegt nichts als das satte Grün einer hügeligen Berglandschaft. Kraftvoll bahnt er sich seinen Weg durch Wiesen und Felder, watet durch kleine Bäche und prescht über Böschungen. Erst ein lautes Hupen lässt ihn seine Augen wieder öffnen. Der alltägliche Berufsverkehr hat ihn wieder, das Abenteuer ist erst einmal zu Ende.
Edel und robust
Eine Fahrt mit dem Pajero 3.2 Di-D lädt zum Träumen ein, zumindest wenn man wie unser Fahrer an einer Ampel warten muss. Das Gefühl ist erhaben, die Rundumsicht überwältigend und die Sitze gleichzeitig bequem und haltgebend. Sogar die Verarbeitung ist in der Modellreihe 2009 fast tadellos, das viele Plastik wirkt überraschend edel und vor allem robust.
Japanische Allrad-Legende
Robust: Diese Eigenschaft ist die optische Hauptaussage des Dauerbrenners von Mitsubishi. Egal ob innen oder außen: Der Pajero erscheint als Kraftpaket und steht dazu. Auch in der aktuellen Generation bleibt die japanische Allrad-Legende ihrer Bestimmung treu: Eckig, kantig, breit und stark – ein echter Geländewagen eben.
Mitsubishi Pajero Seite
Im Gelände ist der Mitsubishi Pajero ganz in seinem Element. Wenn jedoch Häuser und enge Straßen in Sicht kommen, fühlt er sich unwohl.
Einige Überraschungen
Wer zum ersten Mal Platz nimmt, wundert sich nicht nur über die gewaltigen Außenmaße. Auch beim Start des neuen Common-Rail-Diesel ist die Überraschung groß. Laut und stampfend sind die 200 PS jederzeit zu hören und am monströsen Schaltknüppel auch zu spüren. Dennoch verspricht sich Mitsubishi vom überarbeiteten Motor mehr Leistung, weniger Verbrauch und ein verbessertes Geräuschniveau – jedoch im Vergleich zum Vorgänger und wohl nicht zu anderen Fahrzeugen. Unser Durchschnittsverbrauch lag bei knapp zwölf Litern Diesel.
Sinn macht der Pajero 3.2 DI-D für all diejenigen, die die Natur lieben, im Gelände unterwegs sein wollen oder schwere Lasten ziehen müssen. Mit einem großzügigen Rampen- und Böschungswinkel und einer Anhängelast von bis zu 3,3 Tonnen stellt sich der Japaner hier allen Herausforderungen.
Mitsubishi Pajero Front
Das Abenteuer vor Augen: Der Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D.
Nur wenn Häuser und enge Straßen in Sicht kommen, fühlt sich der Pajero unwohl. Zwar helfen die gute Rundumsicht und zahlreiche technische Helferlein beim Navigieren, dennoch passt der Mitsubishi nicht in die Stadt. Nur gut, dass es so viele rote Ampeln gibt. Denn schließt der Fahrer die Augen, ist das Abenteuer mit diesem Auto jederzeit spürbar.
Licht und Schatten
Gar nicht gut gefallen haben uns das Navigationssystem und der Bordcomputer. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, die Sprachausgabe apathisch leiernd. Erfreulich ist dagegen, dass Mitsubishi dem Fahrer ermöglicht, die Kraftverteilung und Übersetzung des Motors per zusätzlichem Schalthebel persönlich zu bestimmen. Der Mensch und nicht ein Computer entscheidet, wie der Fahrer gerade unterwegs sein will. Super Select 4WD nennt sich dieses Modul, das für alle Straßenverhältnisse und Geländebedingungen den passenden Antriebsmodus ermöglicht.
Fazit:
Nach vielen Kilometern und unzähligen erträumten Offroad-Abenteuern steht fest: Der Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D ist ein Geländewagen mit Charakter. Er steht zu seinen Stärken und bemüht sich erst gar nicht um einen Kompromiss. Er ist ein treuer Begleiter in jeder Extremsituation: Im Gelände, bei starkem Regen und Schnee sowie als Zugmaschine. Alle Autofahrer, deren Alltag jedoch weniger aufregend ist, sollten lieber die Finger von diesem Fahrzeug lassen. Denn gezähmt erscheint der Pajero lediglich als unhandliches und lautes Urzeitwesen.
Mitsubishi Pajero im Gelände
Gezähmt erscheint der Pajero lediglich als unhandliches und lautes Urzeitwesen.

Eckdaten

Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D

Motor

 

Hubraum

3.200 cm³

Zylinder / Ventile

4 / 16

Max. Leistung

147 kW (200 PS) / 3.800 min-1

Max. Drehmoment

441 Nm / 2.000

Getriebe

Fünf-Gang-Schaltgetriebe

Höchstgeschwindigkeit

180

Beschleunigung 0-100 km/h

10,2 s

Kraftstoffart

Diesel

Kraftstoffverbrauch in l/100km (laut Hersteller)

 

Innerstädtisch

10,6 Liter

Außerstädtisch

7,5 Liter

Kombiniert

8,6 Liter

Testverbrauch

11,09 Liter

CO2-Emissionen in g/km

228

Tankinhalt

88 Liter

Grundpreis

37.990 Euro

Abmessungen

 

Länge

4.900 mm

Breite

1.875 mm

Höhe

1.870 mm

Kofferraumvolumen

663 – 1.789 Liter

Leergewicht

2.355 kg

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