(K)eine Qual der Wahl: Diesel schlägt Benziner
Kia Sorento 3,3 V6 und Sorento 2,5 CRDi im Direktvergleich
![]() |
Der als markanter Premium-SUV angekündigte und 2002 in den Markt eingeführte Sorento ist das Aushängeschild von Kia Motors und entwickelte sich zu einer der größten Erfolgsstories in der Unternehmensgeschichte der Koreaner. Mit dem Design und dem Konzept speziell auf den europäischen Geschmack ausgerichtet, war der Sorento Kias erster Vorstoß ins Marktsegment der Premium-SUVs in Europa.
Ein Schritt, den die Koreaner bislang wohl nicht bereut haben dürften. Denn auch wenn die Absatzzahlen in Deutschland im Jahr 2007 deutlich nach unten zeigten (laut KBA fast 40 Prozent weniger Neuzulassungen als 2006), gehört der Sorento auch hierzulande weiterhin zu den beliebtesten Geländewagen im unteren Preissegment. Konzeptioniert als
![]() |
Crossover-Fahrzeug tritt der Sorento an, die Souveränität eines kraftvoll-robusten Offroaders mit dem Komfort und der Laufkultur einer luxuriösen Limousine zu verbinden. Ein sehr hochgestecktes Ziel. Zwei Motoren stehen dabei zur Auswahl: Ein Vierzylinder Turbo-Diesel mit 2,5 Liter Hubraum und 170 PS (125 kW) sowie ein 3,3-Liter-Sechszylinder Benziner. Dieser Motor leistet 248 PS (182 kW) und ist mit
einer Fünfstufen-Automatik gekoppelt. Überzeugt werden sollen die Kunden vor allem über den Preis: Während die Dieselvariante bereits ab 33.795 Euro zu haben ist, kostet der Sorento V6 ab 38.100 Euro. Wir haben beide Fahrzeuge in unserem Fahrbericht-Direktvergleich ausgiebig getestet und kamen recht schnell zu der Überzeugung: Von
![]() |
einer Qual der Wahl können wir beim Kia Sorento nicht wirklich sprechen. Dafür hat uns der Benzinmotor in Verbindung mit der Automatik-Schaltung einfach zu sehr enttäuscht. Denn die fast 250 PS machen sich lediglich beim mit über 16 Litern Super-Benzin unverschämt hohen Verbrauch bemerkbar. Der Sorento 3,3 V6 präsentierte sich uns insgesamt als schmalbrüstiger und Spritschluckender SUV ohne großen
Fahrspaß. Dafür verantwortlich ist vor allem die veraltet wirkende Automatikschaltung. Auch wenn das manuelle Schaltgetriebe beim Diesel-Bruder 2,5 CRDi ebenfalls nicht wirklich Freude bereitet: Der Diesel-Sorento vermittelt dem Fahrer ein deutlich agileres Gefühl der Fortbewegung als beim V6 Motor. Und das bei eindeutig geringerem Verbrauch. Positiv aufgefallen ist uns die überraschend gute Straßenlage der Zwei-Tonnen-Kolosse. Auch bei flotter Fahrt auf der Landstraße bleibt der Sorento gut in der Spur, neigt nicht zu Kippbewegungen und die Servolenkung arbeitet direkt und präzise.
![]() |
![]() |
Lesen Sie hier, wie sich der Sorento im Gelände schlägt |






