Auffallen um jeden Preis
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Vielleicht war unser Testwagen eifersüchtig. Den ganzen Tag hatte er unbenutzt in der Tiefgarage des Genfer Autosalons verweilen müssen, während wir schöne neue Autos betrachteten. Dann plötzlich stand er da: verschlossen, stur und nicht bereit, auch nur einen Zentimeter nachzugeben. Dafür war ihm nun unsere ganze Aufmerksamkeit sicher, der neue Legend stand plötzlich im Mittelpunkt.
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Nicht, dass sein Design einen Passanten zum Anhalten zwingen würde. Nein. Der neue Legend ist konservativ gehalten, einzig die neue Frontpartie ist charakteristisch, verspricht jedoch mehr, als der V6 Motor tatsächlich zu leisten im Stande ist. Wenn aber drei Männer gespannt in den Innenraum blicken, während sich ein vierter mit futuristischem Gerät an den Seitenscheiben zu schaffen
macht, dann sorgt das für Aufmerksamkeit und Blicke der Umwelt, wenn auch nur bemitleidenden. Ursache der Szenerie war ein vergessener Schlüssel im Kofferraum, der nach dem Schließen der Heckklappe die Weiterfahrt verhinderte und uns zu Protagonisten einer Krimigeschichte werden ließ.
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Honda will nach eigenen Aussagen zur menschlichen Alternative unter den Premium-Marken werden und bemühte sich in Genf nach Kräften, dem sympathischen Image gerecht zu werden. Mit Erfolg. Auch wenn der erste Einbruchversuch zwar dem zuvor lobenswert leisen Innenraum ein Cabrio-Feeling verlieh, sich unser Legend jedoch nicht öffnen ließ (sehr effektive Diebstahlsicherung, aber die Konkurrenz ist
mit Keyless Go schon weiter), gelang es den Honda-Verantwortlichen, unser Malheur schließlich zu beheben. Fährt der Legend erst einmal, kommt Fahrspaß auf, obwohl der Motor an Durchzugskraft vermissen lässt. Dafür überzeugt das Fahrzeug mit opulenter Serienausstattung. Von den Lederpolstern, der Klimaautomatik und dem Schiebedach über die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht bis hin zur Rückfahrkamera oder der DVD-Navigation ist alles serienmäßig an Bord. Dies lässt den mit 56.012 Euro ohnehin relativ günstigen Legend im Vergleich zur Konkurrenz von Audi, BMW oder Mercedes
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beim Preis noch besser abschneiden. Lobenswert sind auch die Sicherheits-standards: Besonders Erwähnenswert ist zum einen der Tempomat mit automatischer Abstandregelung sowie das präventive Fahrerassistenzsystem CMBS das mit Leuchtsymbolen, Signaltönen, einem Ruck im Gurt und zuletzt mit einem Brems-manöver auf Gefahrensituationen reagiert.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass sich der neue Legend vor der Konkurrenz in Punkto Verarbeitung, Komfort, Ausstattung und erst recht beim Preis, nicht zu verstecken braucht. Ein Verkaufsschlager wird der Legend wohl dennoch nicht werden, dazu fehlt einfach das in dieser Preisklasse notwendige Image. Diesen Makel konnte auch unser Wagen in Genf nicht ausmerzen, obwohl er sich wirklich viel Mühe gab.
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Eckdaten |
Honda Legend 3,5 V6 |
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Motor |
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Hubraum |
3,471 cm³ |
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Zylinder / Ventile |
6 / 24 |
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Max. Leistung |
217 kW (295 PS) / 6.200 min-1 |
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Max. Drehmoment |
351 Nm / 5.000 min-1 |
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Getriebe |
Fünf-Gang Automatik |
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Höchstgeschwindigkeit |
250 |
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Beschleunigung 0-100 km/h |
7,3 s |
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Kraftstoffart |
Super bleifrei (95´ROZ) |
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Kraftstoffverbrauch in Liter/100 km |
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Innerstädtisch |
17 Liter |
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Außerstädtisch |
8,9 Liter |
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Kombiniert |
11,9 Liter |
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Testverbrauch |
15,05 Liter |
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Tankinhalt |
73 Liter |
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Grundpreis 4-türig |
56.012 € |
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Abmessungen |
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Länge |
4.957 mm |
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Breite |
1.847 mm |
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Höhe |
1.452 mm |
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Wendekreis |
12,4 m |
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Kofferraumvolumen |
452 Liter |
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Leergewicht |
1.920 kg |
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Maximale Zuladung |
390 kg |
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Honda |







