Die Welt zu Besuch
Germanisches Nationalmuseum mit Spitzenprogramm
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„Wir stehen vor einem phantastischen Jahr!“ Zu diesem Ausspruch lies sich Prof. Ulrich Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, hinreißen und hat damit vermutlich nicht ganz Unrecht. Der Grund ist einfach: Internationale Museen schicken 120 der bedeutendsten Werke des Ausnahmemalers Albrecht Dürer nach Nürnberg. Für die Dürer-Stadt wird die Ausstellung somit zum Pflichtprogramm. Die heiße Phase der Vorbereitungen hat längst begonnen und die letzten Arbeiten laufen auf Hochtouren. Unabhängig vom Erfolg steht jetzt schon fest: Das Kunstevent wird die größte Dürer-Ausstellung in Deutschland seit 40 Jahren sein.
Lange Reifezeit
Vom 24. Mai bis zum 2. September kann „Der frühe Dürer“ im Museum bewundert werden. Bereits vor acht Jahren kam die Idee auf, eine Ausstellung über das frühe Werk und Leben des großen Künstlers ins Leben zu rufen, 2010 wurde dann der erste Spatenstich gesetzt. 2012 ist es nun soweit und mit einem Etat von über einer Million Euro konnte nicht nur ein breites Spektrum der Meisterwerke abgedeckt werden, für die Besucher werden zudem Führungen durch Dürers Burgstraßenviertel angeboten.
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| Die Ausstellung "Der frühe Dürer" umfasst insgesamt über 200 Werke, wovon viele das erste Mal gemeinsam zu sehen sind. |
Drang nach höchster Perfektion
Erstmals überhaupt wurden alle Gemälde Dürers bis 1505 wissenschaftlich untersucht. Ausgestattet mit modernster Technik konnte die Perfektion des Künstlers ausgelotet und die Frage gestellt werden, weshalb er gerade in Nürnberg zum Maler von Weltformat reifte. Nun scheint klar zu sein: Albrecht Dürer hat sich und sein Wirken inszeniert und versuchte beispielhaft festzuhalten, was „gute“ Kunst ausmacht. Nimmt man dann die Stadt Nürnberg, das damalige Zentrum der Avantgarde-Kunst, hinzu, so erklärt sich die Einschätzung des Individualisten als „Archetyp“ der Malerei.
Was uns noch interessiert…
Schade, Herr Prof. Großmann lies sich ebenso wenig zu einer Aussage hinreißen, wie der Projektleiter der Ausstellung, Dr. Daniel Hess. Gefragt wurde nach dem Gesamtwert der kostbaren Leihgaben. Eine zufrieden stellende Antwort war aber auch nicht zu erwarten, denn immerhin wurden zwei Kunsthistoriker befragt, die sich sicherlich lieber wissenschaftlichen Prozessen widmen, als fragwürdige Wertbestimmungs-Mechanismen des Kunstmarktes zu kommentieren. Sicher ist allerdings, dass „Der frühe Dürer“ unter erhöhten Sicherheitsbedingungen stattfinden wird und sich verschärfte Kontrollen nicht vermeiden lassen. Der Wert der Sammlung ist dann doch zu kostbar, nicht nur unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten.
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| Folgt man Prof. Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, so steht das Germanische Nationalmuseum vor einem phantastischen Jahr. |
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Offizielle Homepage Germanisches Nationalmuseum |
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