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Gelungene Symbiose unterschiedlicher Kunstrichtungen

Tatjana Doll und Tim Trantenroth in der Galerie Defet

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„Wer sein Geld für Kunst ausgibt statt für Luxusautos oder Prunkvillen, kann sich einen moralischen Bonus erwerben“, titelte unlängst die Süddeutsche Zeitung. Es ist zwar nicht bekannt, ob Galerist Hans Friedrich Defet ein Faible für Autos oder Villen hat, sein Engagement für die Kunst verdient aber auf jeden Fall Lob und Respekt. In den ehemaligen Fabrikgebäuden seiner da vinci Künstlerpinsel-Fabrik
errichtete er vor knapp einem Jahr gemeinsam mit seiner Frau das Atelier- und Galeriehaus Defet. Es ist ein Haus der Kunst, ein Zentrum für Kreative, eine Verbindung von Kunstvermittlern und Kunstschaffenden. Drei Galerien und 12 Künstler arbeiten
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gemeinsam unter einem Dach „und befruchten sich gegenseitig“, wie Hans Friedrich Defet erklärt. Aktuell präsentiert seine Galerie mit Tatjana Doll und Tim Trantenroth eine Ausstellung, die es in sich hat. Denn zum ersten Mal ist es gelungen, das Künstlerehepaar aus Berlin in einer Präsentation zusammenzuführen. Am vergangenen Sonntag, den 15. Juli, lud die Galerie zur Vernissage und präsentierte den
Besuchern im Beisein der beiden Künstler nicht nur die neue Ausstellung, sondern freundlich und informativ gleich die gesamte Vielfalt des kreativen Hauses. Denn die Präsentation bezieht auch die Räume des Kunstvereins Kohlenhof e.V. mit ein und
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ermöglicht dem Besucher zudem auch einen Blick in die Galerie Oechsner zu werfen, der dritten Galerie im Hause. Dem Gast bietet sich auf diese Weise eine einzigartige Möglichkeit, die Vielfalt zeitgenössischer Kunst hautnah zu erleben und einzutauchen in die kreative Atmosphäre des Atelier- und Galeriehauses. Die Ausstellung von Tatjana Doll und Tim Trantenroth steht dabei im Mittelpunkt. Sie ist ein Musterbeispiel einer
gelungenen Symbiose unterschiedlicher Kunstrichtungen. Dolls großflächige Arbeiten alltäglicher Motive, insbesondere Autos, neben Trantenroths architektonischen Motiven, die durch ihre Ausschnittshaftigkeit den Betrachter in seinen Bann ziehen. Ganz
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gegensätzlich und doch mit einem verbindenden Element. Dass beide unterschiedlichen Richtungen auch nebeneinander funktionieren, beweist die gemeinsame Ausstellung der zwei Künstler, die in der Galerie Defet noch bis zum 9. September zu sehen ist. „Die Bilder ergänzen sich gegenseitig“, erklärt Tatjana Doll durchaus mit Erleichterung. Es klingt fast so, als ob das Künstlerehepaar im
Vorfeld der Ausstellung zumindest leichte Zweifel hatte. Mit dem Ergebnis ist die Künstlerin nun aber „sehr zufrieden“. Eine Einschätzung, der man sich gerne anschließt.

www.galerie-defet.de

 www.atelier-galeriehaus.de

www.oechsner-galerie.de