Von der Oper bis zur Kunsthalle
Der „Auftritt“ der Kultur
Am vergangenen Donnerstag den 01.03.2007, lud Baulust, die Initiative für Architektur und Öffentlichkeit, zu einer Podiumsdiskussion im Veranstaltungssaal des Neuen Museums am Klarissenplatz ein. Das vierte Thema der Reihe „Stadt sichten“ lief an diesem Abend unter dem Namen „Der AUFTRITT der Kultur“. Hierbei standen die Kultureinrichtungen Nürnbergs im Mittelpunkt und wurden kritisch untersucht. Wie macht Kultur auf sich aufmerksam? Nehmen die Touristen Nürnbergs die Kultur wirklich war? Was ist moderner Zeitgeist? Antworten wurden an diesem Abend nicht gegeben, Sinn und Zweck war es die Besucher zum Denken zu animieren und Ansätze zu schaffen.

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Worüber sich alle Anwesenden einig waren: Kunst muss bemerkt werden. „Es genügt nicht nur Gutes zu tun, es muss auch wahrgenommen werden“, so Architekturexperte und Beiratsmitglied Prof. Josef Reindl. Heutzutage benötigen Kultureinrichtungen, durch ein Überangebot an kulturellen Möglichkeiten, Werbung. Die gängigen Mittel wie Banner oder Litfasssäulen wirken oft unästhetisch und sind nur schwer mit den Gebäuden zu verbinden. Den Verantwortlichen und Architekten sind häufig durch den bestehenden „Denkmalschutz“ die Hände gebunden. Es heißt also nach neuen geeigneten Lösungen zu suchen und eine Symbiose aus Alt und Neu zu entwickeln.

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„Es gibt nur wenige Gebäude die auch ohne Ästhetik funktionieren“, so der Moderator des Abends, Michael Popp. Als Beispiel hierfür nannte er die Stadtbibliothek Nürnberg. Generell sollten kulturelle Gebäude jedoch mit ihrem Inhalt korrespondieren und dieses gilt es zu hinterfragen. Passt die Verpackung des Spielzeugmuseums wirklich zum Inhalt? Spricht dieses Gebäude gerade junge Besucher an? Ansätze sind vermehrt erkennbar und Schwachstellen lange bekannt. Häufig scheitern Vorhaben wie so oft im Leben, leider nur noch an der Finanzierung. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, dass kritische Interesse am Entwicklungsprozess unserer Stadt zu wecken. Am 19. April können Sie die Möglichkeit nutzen, ab 19 Uhr das fünfte Thema, „Nürnberg - Stadt am Wasser“, zu besuchen.
